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Nach dem Kosovokrieg 1999 wurden mehrere hundert Roma von den UN in Camps untergebracht, die auf bleiverseuchtem Boden errichtet worden waren. Jahrelang lebten vertriebene Familien dort unter Bedingungen, die schwere gesundheitliche Schäden verursachten. Besonders betroffen waren Frauen und Kinder: Fehl- und Totgeburten, irreversible Hirnschäden bei Neugeborenen sowie verzweifelte Versuche von Frauen, weiteres Leid zu verhindern, gehörten zur erschütternden Realität dieser Lager.
Argentina Gidžić entstammt der kosovarischen Roma-Community. Nachdem sie Krieg, Vertreibung und Flucht erfahren hatte, kehrte sie später in den Kosovo zurück und arbeitete in den Camps für binnenvertriebene Roma in Nord-Mitrovica mit Frauen aus den Lagern. Dort klärte sie gemeinsam mit ihrer Schwester über Hygiene und Gesundheitsrisiken auf – während die UN die Bewohner:innen über mehr als zehn Jahre in einer krank machenden Situation beließ. Auch Argentina und ihre Schwester erkrankten schwer durch die Bleivergiftung.
Heute lebt Argentina in Serbien und engagiert sich für Kinder mit Behinderungen. In diesem Gespräch berichtet sie von ihren Erfahrungen, spricht über die spezifische Situation der Frauen in den Lagern und über die langfristigen Folgen dieser vermeidbaren Menschenrechtskrise.
Die Veranstaltung beleuchtet ein weitgehend vergessenes – oder vielmehr ignoriertes – Kapitel europäischer Nachkriegsgeschichte und fragt nach Verantwortung, Gerechtigkeit und dem institutionellen Versagen der Internationalen Gemeinschaft.
Wann: 31.03.2026 um 18:00
Wo: Online über Zoom
Anmeldung unter: info@roma-center.de
Wir senden euch dann den Zoom-Link zu.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Eine Veranstaltung des Roma Center e.V. im Rahmen des Rom*nja Power Month 2026 von RomaniPhen e.V.
Das gesamte Programm der Veranstaltungsreihe findet ihr unter: https://www.romnja-power.de/romnja-power-month/















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